Unsere Geschichte

Unsere Geschichte beginnt Mitte der 1970er in der Innenstadt von Sydney. Eine größtenteils aus Studenten bestehende Gruppe entwickelte eine Leidenschaft für das Reisen mit dem Fahrrad.

Zu dieser Zeit gab es nicht viele Fahrradläden und die angebotenen Fahrräder waren Rennräder oder welche mangelhafter Qualität. Aus dieser Ausganglage entwickelte sich eine Szene, die sich ihre eigenen "Spezialanfertigungen" baute, um ihren Ansprüchen von vielseitigeren Fahrrädern im Vergleich zu Rennrädern gerecht wurde. Die größte Gruppe nannte sich Man Powered Vehicles (MPV) in der Bourke Straße im Stadtteil Waterloo.

Ein großer Anteil der MPV Fahrräder wurde zum Reisen verwendet. Die Rahmenbauerinnen und Kunden bemerkten, dass die Langstreckenfahrräder auch gut für den Stadtverkehr geeignet waren. Die Straßen in der Innenstadt waren in genauso schlechtem Zustand, wie die Landstraßen. Für beide brauchte es also möglichst unplattbare Reifen. Auch die stabilen Gepäckträger der Touring Fahrräder waren in Städten vor Vorteil, ob man nun die Einkäufe vom Markt nach Hause brachte oder Bücher in der Bibliothek abgeben wollte.

Einer dieser Touring begeisterten Studenten, Noel McFarlane, (links auf dem Bild mit David Walton) gründete 1979 Calypso Cycles in North Newtown. Davor hatte er bereits viele Teile Australiens mit seinem Fahrrad bereist und war ein halbes Jahr in Indien und Sri Lanka unterwegs gewesen. In den frühen Jahren von Calyso Cycles wurden die verkauften Fahrräder noch von Grund auf dort gebaut. Jedoch wurden die Mitarbeiter von den auf Großhandelsebene verfügbaren Fahrradteilen und Rahmen eher eingeschränkt. Auf diese Art ein Fahrrad herzustellen war sehr aufwendig. Es wurde nach Wegen gesucht, um die Räder effizienter und günstiger herstellen zu können. Jedes Rad einzeln zu bauen kostete den Kunden am Ende mehr, als nötig.

Ende 1981 hatte Calypso im Kooperation mit einer wachsenden Importfirma, Gemini Bicycles, einen Weg gefunden, um die Fahrradherstellung zu standardisieren, damit sie in einer japanischen Fahrradfirma hergestellt werden konnten. Das erste auf diese Art entstandene Modell nannte sich Gemini Randonneur. Die Designelemente stammten direkt von den Spezialanfertigungen von Calypso Cycles Touring Fahrrädern ab. Ein paar Jahre später folgte der World Randonneur.

Gemini Bicycles engagierte sich stark in der Weiterentwicklung der Touring Fahrräder. Alle Mitarbeiterinnen fuhren mit ihren Fahrrädern zur Arbeit und auf Reisen. Dabei konnten sie neue Fahrradteile testen. Heute, über 30 Jahre später, hat auch die moderne Serie die ausgeprägte Verbindung zwischen Stadtgebrauch und Touring beibehalten.

Zu keiner Zeit war Australien führend auf dem Randonneur Fahrradmarkt. Die neusten Innovationen sah man auf den internationalen Fahrradshows. Die Eurobike Show begann in den 1990ern und hatte großen Langzeiteinfluss auf die Weiterentwicklung des World Randonneurs. Der jährliche Eurobike Show Besuch bot auch immer Anlass für Touren durch Europa, wo Touring eine ganz normale Aktivität ist.

In der Mainstream Fahrradindustrie wurde der Schwerpunkt auf die sportliche, wettbewerbsorientierte Branche und auf das Gewicht gelegt. Touring Designer legen ihre Schwerpunkte ein wenige anders. Bei Langstreckenreisen war das Gewicht natürlich ein relevantes Thema, aber man folgte nicht der besessenen Gewichtsreduktion, wie im Rennsport. Viel wichtiger war es ein gutes Gleichgewicht zwischen Effizienz und Komfort zu ermitteln. Die Räder mussten stabil sein. Sie mussten gebrauchstauglich, Straßen zulässig, reparierbar, langlebig und sicher sein. Dabei sollten sie noch durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Wichtig wurde es auch keine Sonderteile zu verbauen, die irgendwann obsolet werden.

Durch den europäische Einfluss wurden die World Randonneur Fahrräder mit Teilen ausgestattet, die man in Australien immer eher als Zusatzteile, die man nach dem Fahrradkauf eventuell noch nachkaufen konnte, angesehen. Dazu gehören Nabendynamos, Lichter, Gepäckträger, Schutzbleche und Ständer. Wir wollten ein vollendetes Komplettpaket zusammenstellen und so folgte ein Jahrzehnt in dem es sich vor allem um die Verfeinerung der Zusammenstellung drehte. Wir machten die Erfahrung, dass 80 % unserer Designarbeit aus der Perfektionierung der Auswahl und Integration dieses Teile bestand.

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Vivente Bikes is a venture of Gemini Bicycle Centres Pty Ltd, ABN 32 003 102 538

Designed by Joshua McFarlane

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